Warum das Außengerät so viel Luft braucht
Eine Luft-Wärmepumpe lebt vom Luftstrom.
Ein Lüfter saugt Außenluft durch die Lamellen, der Verdampfer entzieht ihr Wärme, und die abgekühlte Luft wird wieder ausgeblasen. Wird dieser Weg versperrt, bekommt das Gerät weniger Wärme und muss härter arbeiten. Die Folge sind schlechtere Leistung, mehr Eisbildung und im ungünstigen Fall eine Störungsmeldung.
Auch die Strömungsrichtung zählt. Auf der Ansaugseite sitzen die Lamellen, auf der Ausblasseite der Lüfter. Beides soll frei bleiben, und zwar nicht nur direkt vorm Gitter, sondern ein gutes Stück davor. Wer Gartenmöbel, Mülltonnen oder Brennholz an das Gerät rückt, behindert den Luftstrom oft unbemerkt. Ein kurzer Rundgang um das Gerät zeigt, wo es eng geworden ist.
Laub, Schnee und Bewuchs richtig entfernen
Räumen Sie Laub und Zweige mit der Hand oder einem weichen Besen weg. Greifen Sie dabei nur an die Außenseiten, und arbeiten Sie nicht mit spitzen Werkzeugen zwischen den Lamellen. Die Rippen sind dünn und biegen sich leicht. Bei Wind lohnt es sich, den Bereich häufiger zu kontrollieren, da frisches Laub rasch nachweht.
Schnee fegen Sie vorsichtig vom Gerät und aus dem Bereich davor, ohne das Gehäuse zu schlagen. Ein Schneehaufen an der Ansaugseite blockiert die Luft, ebenso eine Schneewehe vor dem Ausblas. Treten Sie das Schmelzwasser-Eis auf dem Boden nicht aus und hacken Sie es nicht auf. Bleibt eine Fläche vereist, streuen Sie nur dort, wo Sie selbst gehen, nicht in den Ablauf.
Hecken und Sträucher schneiden Sie rechtzeitig zurück, damit sie nicht in den Luftweg wachsen. Das Gerät selbst bleibt dabei unberührt, auf den Deckel gehört nichts, und eine Abdeckplane ist tabu, solange die Anlage läuft. Eine Plane staut Wärme und Feuchte und schadet der Elektrik. Dieser Handgriff gehört deshalb in die Pflege des Umfelds, nicht des Geräts.
Kondensat, Ablauf und Eis am Boden
- Beim Betrieb fällt Wasser an, und das muss abfließen können.
- Meist läuft es durch eine Öffnung im Sockel in ein Kiesbett oder eine Ablaufleitung. Sieht der Bereich unter dem Gerät verschlammt oder verstopft aus, kann sich Wasser stauen. Säubern Sie nur, was ohne Eingriff ins Gerät geht, etwa Laub im Kies oder Schmutz vor dem Ablauf.
- Friert der Ablauf bei Frost zu, wächst unter dem Gerät eine Eisschicht, die bis an die Lamellen reicht. Das ist ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt, aber ein Fall für die Fachkraft. Das Eis bleibt, wie es ist, denn Gerät und Leitungen reagieren empfindlich auf jeden Eingriff von außen.
- Wie es bei Eis am Gerät weitergeht, erklärt der Beitrag Wärmepumpe vereist: Abtauen oder Störung. Er trennt normales Abtauen von einer Störung und nennt den Zeitpunkt für den Anruf. Für den Alltag gilt: Wer den Platz sauber hält und den Ablauf im Blick behält, verhindert viele Probleme, noch bevor sie entstehen.
Wartung der Wärmepumpe und der Gang zur Fachkraft
Reinigen dürfen Sie das Umfeld, das Innere des Geräts nicht. Lamellen mit einem Hochdruckreiniger zu bearbeiten oder Chemie aufzutragen, schadet mehr, als es nützt. Auch das Öffnen des Gehäuses ist Sache der Fachkraft, weil dort Strom und Kältemittel im Spiel sind. Wer unsicher ist, schaut sich nur an, was von außen erreichbar ist.
Eine regelmäßige Durchsicht durch den Fachbetrieb gehört zur Wärmepumpe wie zu jeder anderen Heizung. Er prüft Verdampfer, Lüfter, Abtausensor und Kondensatablauf mit dem passenden Werkzeug. Welche Schritte das sind, zeigt der Beitrag Wartungstermin der Heizung vorbereiten. Er zeigt auch, was Sie vorher bereitlegen können.
Merkt die Anlage selbst, dass etwas nicht stimmt, zeigt sie eine Meldung am Regler. Notieren Sie den Code, halten Sie das Foto bereit und schauen Sie, ob der Notschalter vor dem Heizraum auf Ein steht. Unter Wärmepumpe Störung finden Sie, welche Angaben am Telefon wichtig sind, wenn ein Heizungsbetrieb aus der Region vermittelt werden soll.
Kurz zum Mitnehmen
- Das Außengerät braucht freien Luftstrom, ringsum und vor Ansaug- und Ausblasseite genügend Abstand, wie es die Anleitung nennt.
- Laub, Zweige und Schnee dürfen Sie mit der Hand oder einem weichen Besen entfernen, ohne ins Gitter zu stochern.
- Eis am Gerät oder im Ablauf bleibt unangetastet, die Anlage taut mit ihrer eigenen Funktion ab.
- Keine Abdeckung über das laufende Gerät legen, das Gehäuse bleibt zu, Reinigung im Inneren übernimmt die Fachkraft.
- Bei Fehlermeldung oder anhaltender Vereisung Code und Foto bereithalten und den Heizungsbetrieb anrufen.
