Warum eine Wärmepumpe überhaupt vereist
Reif am Außengerät entsteht im normalen Betrieb.
Die Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und kühlt dabei die Lamellen des Verdampfers unter den Gefrierpunkt. Die Luftfeuchte schlägt sich dort nieder und gefriert. Bei feuchtkaltem Wetter geschieht das besonders schnell, bei trockener Kälte langsamer. Ein dünner weißer Belag ist also zunächst nur ein Zeichen, dass die Anlage arbeitet.
Ein wenig Wasser unter dem Gerät ist deshalb zu erwarten. Es sollte über Kondensatablauf oder Kiesbett versickern können. Bleibt es an kalten Tagen stehen und gefriert zu einer Eisplatte, wird es heikel, weil sich dann auch der Sockel des Geräts einfrieren kann. Schauen Sie darum nicht nur aufs Gerät selbst, sondern auch auf den Boden darunter und auf den Abfluss.
Normales Abtauen von einer Störung unterscheiden
Normales Abtauen erkennen Sie am Rhythmus. Der Belag baut sich auf, verschwindet nach kurzer Zeit wieder, und das Haus bleibt warm. Es dampft, es tropft, danach ist das Gitter fast blank. Bleibt die Heizung dabei im Betrieb und zeigt das Display keine Meldung, beobachten Sie die Sache am besten über einen Tag, ohne einzugreifen.
Auf eine Störung deutet ein Belag hin, der trotz Abtauzyklen bleibt oder wächst. Auch ein Eisblock, der die Lamellen vollständig verschließt, ist kein Normalzustand. Dazu kommen Warnzeichen wie ein stehender Lüfter, ungewöhnliche Geräusche, ein kalt bleibendes Haus oder eine Fehlermeldung am Regler. Dann kommt die Anlage mit dem Wärmeentzug nicht mehr zurecht, und die Ursache liegt im Gerät.
Mögliche Gründe reichen von einem defekten Abtausensor über ein festsitzendes Ventil bis zu Kältemittelmangel. Sie lassen sich von außen nicht beurteilen und gehören in die Hand einer Fachkraft. Merken Sie sich, wie lange der Zustand schon andauert, ob es zwischendurch taute und was das Display anzeigt. Diese Beobachtungen sind später hilfreicher als jede Vermutung.
Was Sie bei Eis am Gerät selbst tun dürfen
- Gehen Sie zuerst nachsehen, ob rund ums Gerät alles frei ist. Laub, Schnee und Zweige dürfen Sie wegräumen, sofern das gefahrlos geht. Strömt die Luft ungehindert durch, hat der Verdampfer bessere Karten. Mehr dazu steht im Beitrag Außengerät der Wärmepumpe freihalten, der den Platz rund ums Gerät genauer beschreibt.
- Eis lassen Sie unangetastet.
- Wer es abschlägt, abkratzt oder mit dem Heißluftgebläse bearbeitet, beschädigt leicht die dünnen Lamellen oder die Leitungen dahinter. Offene Flamme, heißes Wasser aus dem Eimer oder ein Heizlüfter scheiden ebenfalls aus. Das Gerät taut mit seiner eigenen Funktion ab, und genau darauf sollte man vertrauen, solange es läuft.
- Notieren Sie Fehlercode, Uhrzeit und das, was das Display zeigt, und machen Sie ein Foto vom Gerät. Am Regler schauen Sie nach den Solltemperaturen, vor dem Heizraum nach dem Heizungsnotschalter. Das Gehäuse bleibt zu, an Sicherungen und Leitungen rühren Sie nicht. Mehr ist von Laien nicht verlangt, und mehr sollte es auch nicht sein.
Wann die Wärmepumpe Hilfe von der Fachkraft braucht
Rufen Sie an, sobald die Wärmepumpe sich nicht mehr selbst von Eis befreit. Das gilt auch, wenn das Haus auskühlt oder der Regler eine Störung meldet. Über die Leistungsseite Wärmepumpe Störung gelangen Sie zu den Angaben, die am Telefon wichtig sind. Wir vermitteln dann einen Heizungsbetrieb aus der Region, der das Gerät prüft.
Am Telefon helfen Ihnen klare Angaben: Welches Gerät steht draußen, wie sieht der Belag aus, was zeigt das Display, und seit wann bleibt es kühl im Haus? Halten Sie den Fehlercode bereit. Gibt es einen Heizstab als Notbetrieb, erwähnen Sie ihn, ohne selbst daran etwas zu verstellen. Mit solchen Angaben lässt sich das Gerät am Telefon gut einordnen.
Bis die Anlage wieder arbeitet, halten Sie die Räume warm, indem Sie Fenster geschlossen lassen und Türen zu unbeheizten Zimmern zu. Duschen und Kochen bringen zusätzliche Feuchte ins Haus, die Sie dann sparsam halten. Mehr zum Schutz vor Kälte steht im Beitrag Frostschutz im leerstehenden Haus. Das Außengerät bleibt in Ruhe, Sie tauen es nicht selbst auf und stellen es nicht ab, sondern überlassen die Ursachenforschung der Fachkraft.
Kurz zum Mitnehmen
- Reif und kurzzeitiger Dampf gehören zum normalen Betrieb, solange der Belag nach dem Abtauen wieder verschwindet.
- Ein dicker, wachsender Eispanzer trotz Abtauzyklen oder eine Fehlermeldung am Regler deutet auf eine Störung hin.
- Laub und Schnee dürfen Sie entfernen, Eis niemals abschlagen, abkratzen oder mit Hitze, Heizlüfter oder Feuer bearbeiten.
- Fehlercode, Display und Beobachtungen festhalten, Heizungsnotschalter prüfen und das Gehäuse geschlossen halten.
- Kühlt das Haus aus oder taut das Gerät nicht mehr ab, braucht es eine Fachkraft für die Wärmepumpe.
