Woran Sie den Sommerbetrieb erkennen
Im Sommerbetrieb heizt die Anlage nur das Brauchwasser. Die Heizkörper bekommen dann kein heißes Wasser mehr, weil die Umwälzpumpe für den Heizkreis ruht. Sie spüren das daran, dass die Duschen weiter warm werden, während die Rohre am Heizkörper nur Raumtemperatur haben. Ein Hinweis auf eine Störung ist das zunächst nicht, sondern ein gewollter Zustand der Regelung.
Am Regler oder Display sehen Sie meist ein Symbol. Häufig ist es eine Sonne, ein Wassertropfen oder ein Schriftzug wie Sommer oder Warmwasser. Eine Schneeflocke oder ein Haus steht in der Regel für den Heizbetrieb. Welches Zeichen was bedeutet, steht in der Bedienungsanleitung Ihrer Anlage. Haben Sie sie nicht zur Hand, hilft oft ein Foto des Displays, das Sie später vorzeigen können.
Manche Regelungen schalten die Heizung auch von selbst um. Sie vergleichen die Außentemperatur mit einem eingestellten Grenzwert und sperren den Heizkreis, sobald es draußen mild genug ist. Fällt das Thermometer anschließend wieder, bleibt die Sperre unter Umständen eine Weile bestehen. Dann wirkt die Heizung, als sei sie hängen geblieben, obwohl die Elektronik genau das tut, was ihr aufgetragen wurde.
Betriebsart am Regler prüfen
Zuerst schauen Sie auf die gewählte Betriebsart.
Stellen Sie sie nur so um, wie es Ihre Bedienungsanleitung beschreibt, meist über eine Taste mit dem Symbol für Heizen oder Automatik. Bei einem Wechsel braucht die Anlage ein paar Minuten, bis die Pumpe anläuft und warmes Wasser in den Heizkreis gelangt. Geduld ist hier besser als Aktionismus. Drücken Sie deshalb nicht wild auf allen Tasten herum.
Die Raumregler und Thermostatköpfe gehören ebenfalls dazu. Stehen sie auf der niedrigsten Stufe oder auf dem Frostschutzsymbol, bleibt der Heizkörper kalt, selbst wenn die Anlage läuft. Stellen Sie die Köpfe auf mittlere Stufe und geben Sie dem Heizkörper etwas Zeit, denn er reagiert träge. Wird der Heizkörper warm, lag es am Regler und nicht an der Heizung selbst.
Wenn die Umstellung nicht hilft
Bleibt es trotz richtiger Betriebsart kalt, liegt ein technischer Grund nahe. Prüfen Sie den Heizungsnotschalter vor dem Heizraum, er sollte auf Ein stehen. Werfen Sie zudem einen Blick auf den Druck am Manometer, wie es die Anleitung zum Manometer beschreibt. Ein zu niedriger Druck kann den Heizbetrieb sperren, obwohl das Gerät Warmwasser bereitet. Beides lässt sich in Ruhe ablesen.
Steht im Display ein Fehlercode, halten Sie ihn mit Notiz oder Foto fest. Entriegeln Sie mit der Entstörtaste nur dann, wenn die Bedienungsanleitung es beschreibt, und auch dann höchstens einmal. Mehrfaches Zurücksetzen bringt nichts und kann die eigentliche Ursache verdecken, die gefunden werden soll. Wie Sie die Angaben am besten festhalten, steht in der Hilfe zum Fehlercode, die auch für andere Wärmeerzeuger nützlich ist.
Gehäuse, Gasleitung, Brenner und Elektrik im Gerät bleiben tabu. Auch wenn es nur ein Kabel oder eine Platine zu sein scheint, gehört alles hinter der Verkleidung in die Hände einer Fachkraft. Halten Sie die Räume derweil warm, schließen Sie Fenster und Türen und kleiden Sie sich entsprechend. Eine kühle Wohnung ist unangenehm, aber mit Ruhe gut zu überbrücken.
Den Heizungsnotdienst anrufen
- Sind Regler, Notschalter und Druck in Ordnung und bleiben die Heizkörper kalt, ist ein Anruf sinnvoll. Dahinter kann eine Pumpe, ein Mischer oder ein Fühler stecken, was sich ohne Messgerät nicht beurteilen lässt. Wie der Ablauf bei einer ausgefallenen Heizung aussieht, beschreibt die Leistungsseite Heizung ausgefallen mit allen Einzelheiten. Eine Fachkraft misst dann gezielt nach. So lässt sich der Fehler eingrenzen.
- Am Telefon zählen Ort, Anlagenart und Energieträger.
- Dazu kommt das, was das Display anzeigt. Sagen Sie auch, seit wann es kalt ist und ob das Warmwasser noch funktioniert. Diese Angaben helfen bei der Einordnung. Wir vermitteln dazu einen Heizungsbetrieb aus der Region; dieser untersucht das Gerät und übernimmt die Instandsetzung. Eine Rechnung schreibt am Ende der Betrieb selbst.
- Nach der Reparatur lohnt ein Blick in die Einstellungen.
- Fragen Sie die Fachkraft, wie die Umschaltgrenze bei Ihrem Regler gesetzt ist und ob sie zum Haus passt. Ein Zettel neben dem Regler mit den richtigen Werten verhindert späteres Rätselraten, falls im Herbst wieder jemand im Haushalt an den Tasten dreht. Dann findet jeder im Haus den Weg zurück zur richtigen Einstellung.
Kurz zum Mitnehmen
- Kalte Heizkörper bei warmem Wasser deuten oft auf eine Betriebsart im Sommermodus hin, nicht auf einen Defekt.
- Betriebsart nur so umstellen, wie es die Bedienungsanleitung beschreibt, und danach einige Minuten warten.
- Thermostatköpfe, Solltemperatur und Zeitprogramm prüfen, bevor Sie an eine Störung denken.
- Heizungsnotschalter auf Ein, Druck am Manometer und Fehlercode im Display festhalten oder fotografieren.
- Gehäuse, Gas, Brenner und Elektrik im Gerät bleiben der Fachkraft vorbehalten.
