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Vorsorge und Sicherheit

Kohlenmonoxid-Warnmelder im Haus löst aus

Mitten im Abend heult der Melder im Flur los, und niemand weiß, ob es ein Fehlalarm ist. Kohlenmonoxid ist farblos und geruchlos, man bemerkt es nur durch Warngeräte oder Symptome. Deshalb gilt bei Alarm eine klare Reihenfolge: nicht diskutieren, sondern handeln. Raus an die frische Luft, Fenster auf, Notruf wählen.

Kohlenmonoxid-Melder an der Wand vor dem Heizraum – Kohlenmonoxid-Warnmelder im Haus löst aus

Bei Alarm sofort ins Freie gehen

  • Verlassen Sie bei Alarm das Haus, und holen Sie alle Personen und Haustiere mit. Öffnen Sie auf dem Weg nach draußen, wenn es ohne Verzug möglich ist, Fenster und Türen, damit frische Luft ins Haus strömt. Suchen Sie nicht erst die Ursache. Der Melder warnt nicht ohne Grund, und Kohlenmonoxid kann schon in kleiner Menge zu Bewusstlosigkeit führen.

  • Draußen rufen Sie die 112 an und schildern, dass ein CO-Melder ausgelöst hat. Nennen Sie Adresse, Anzahl der Personen und ob jemand Beschwerden hat. Gehen Sie nicht zurück ins Haus, auch nicht, um Dinge zu holen. Warten Sie auf Rettungsdienst und Feuerwehr, die mit Messgeräten arbeiten und das Haus freigeben.

  • Schalten Sie nichts mehr ein oder aus. Kein Lichtschalter, keine Heizung, kein Herd, kein Kamin. Bleibt noch Zeit auf dem Weg, drehen Sie nichts weiter, sondern gehen. Menschen in Nachbarwohnungen informieren Sie, ohne länger im Gebäude zu bleiben. Je geringer die Verweildauer im belasteten Raum, desto geringer das Risiko für die Gesundheit aller Beteiligten.

Anzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung erkennen

Kohlenmonoxid verdrängt Sauerstoff im Blut, und der Körper reagiert zunächst unspezifisch.
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Herzklopfen sind typische Anzeichen. Sie ähneln einer Grippe oder Erschöpfung, deshalb werden sie leicht übersehen. Treten sie bei mehreren Personen im Haus zugleich auf, oder bessern sie sich draußen, ist der Verdacht ernst zu nehmen.
Stärkere Vergiftungen zeigen sich durch Verwirrung, Bewusstseinstrübung, Atemnot und Krampfanfälle.
Wer bewusstlos ist, braucht sofort Rettung. Holen Sie Betroffene nach draußen, soweit Sie sich nicht selbst gefährden, und rufen Sie die 112. Bleiben Sie bei den Betroffenen, sprechen Sie sie an und achten Sie auf Atmung. Rettungskräfte übernehmen die weitere Versorgung.
Auch wenn die Beschwerden nach dem Lüften nachlassen, gehören Betroffene in ärztliche Obhut.
Kohlenmonoxid kann noch Stunden später Folgen haben. Nennen Sie den Rettungskräften, dass ein Melder alarmiert hat, denn das lenkt ihre Messung. Einen ruhigen Abend im Sessel anzuschließen, wäre in diesem Fall ein Fehler, den man besser vermeidet.

Woher Kohlenmonoxid im Haus kommen kann

  1. Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung. Quellen sind Gasthermen, Öl- und Holzfeuerungen, Kamine, Kachelöfen und Durchlauferhitzer, bei denen Abgas nicht richtig abzieht. Ein verstopfter Schornstein, ein defekter Abgasweg, zu wenig Verbrennungsluft oder ein fehlerhaft eingestelltes Gerät können dazu führen. Auch Holzkohlegrills, Gasgeräte und Stromaggregate im Haus oder in der Garage sind gefährlich.

  2. Die Ursache klärt nicht der Bewohner, sondern die Feuerwehr gemeinsam mit der Fachkraft. Das betroffene Gerät bleibt außer Betrieb, bis es geprüft ist. Versuchen Sie nicht, es selbst zu reparieren, Abgasrohre zu öffnen oder Geräte neu zu starten. Der Abgasweg gehört zu den Dingen, an die Laien nicht rühren, weil Fehler lebensgefährlich werden können.

  3. Ist ein Gerät betroffen, melden Sie es dem Schornsteinfeger oder dem Betrieb. Nach dem Einsatz der Feuerwehr gibt der Fachbetrieb Auskunft, ob die Anlage wieder laufen darf. Zur Vorsicht gehört außerdem die Frage, ob der Melder geprüft und die Batterie in Ordnung ist. Fehlalarme sind selten, aber Warnungen gehören ernst genommen, bis das Gegenteil gemessen wurde.

Nach dem Alarm und zur Vorsorge

Erst wenn die Feuerwehr das Haus freigibt, gehen Sie wieder hinein. Das Gerät, das als Ursache infrage kommt, bleibt außer Betrieb, bis ein Heizungsbetrieb es geprüft hat. Welche Angaben dann nützlich sind, zeigt die Leistung Gastherme Störung. Für die Prüfung der Anlage wird ein Heizungsbetrieb der Region vermittelt. Gasgeruch dagegen ist ein eigener Fall.

Bei Gasgeruch gilt ein anderer Ablauf, den der Beitrag zu Gasgeruch beschreibt: ins Freie gehen und von dort Gasversorger oder 112 rufen. Wie Sie bei Ölgeruch im Keller vorgehen, zeigt Ölheizung riecht im Keller. Beides sind Warnzeichen, die mit CO nicht verwechselt werden sollten, da sie unterschiedliche Gefahren bergen.

Kurz zum Mitnehmen

  • Bei Alarm sofort mit allen Personen und Tieren ins Freie, Fenster und Türen öffnen, wenn es im Vorbeigehen möglich ist.
  • Von draußen die 112 wählen und erst nach Freigabe durch die Feuerwehr wieder ins Haus gehen.
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit bei mehreren Personen können auf Kohlenmonoxid hindeuten, ärztliche Kontrolle ist ratsam.
  • Betroffenes Gerät bleibt außer Betrieb, an Abgasweg, Gerät und Gehäuse rühren Laien nicht, die Fachkraft prüft die Ursache.
  • CO-Melder in Wohnräumen installieren, regelmäßig testen und Feuerstätten sowie Abgaswege von der Fachkraft prüfen lassen.

Heizungsstörung ohne Gasgeruch? Dann anrufen.

Heizungsdienst anrufen01579 2842272
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