Wie das Thermostatventil arbeitet
Der Thermostatkopf misst die Raumtemperatur und steuert über einen Stift das Ventil darunter. Steigt die Temperatur, drückt der Kopf den Stift hinein und das Ventil schließt. Sinkt sie, gibt der Kopf nach, eine Feder schiebt den Stift heraus und das Wasser strömt wieder durch. Das passiert den ganzen Winter über viele Male am Tag.
Im Sommer steht das Ventil meist lange geschlossen oder halb offen, weil niemand heizt. Kalk und Rost setzen sich am Stift und im Ventilsitz ab. Beginnt dann die Heizperiode, bleibt der Stift in seiner Stellung hängen. Das Ventil bleibt zu, und der Heizkörper bekommt kein warmes Wasser, obwohl der Kopf längst auf warm steht.
Das Verhalten ist typisch: Ein einzelner Heizkörper bleibt kalt, die Leitungen davor sind warm, und beim Entlüften kommt keine Luft. Die Pumpe läuft, das Gerät heizt, nur dieser Zweig bekommt nichts ab. Meist wird der Heizkörper ganz und gar kalt, von oben bis unten.
Den Ventilstift in Ruhe prüfen
Drehen Sie den Thermostatkopf zunächst voll auf und warten einige Minuten.
Bleibt es kalt, schrauben Sie den Kopf ab. Er sitzt meist auf einer Überwurfmutter und lässt sich von Hand lösen. Darunter sehen Sie den Stift, einen kleinen Metallbolzen. Tropft dort Wasser, setzen Sie den Kopf wieder auf und holen die Fachkraft.
Anschließend setzen Sie den Kopf wieder auf und schrauben ihn handfest an. Der Kopf selbst kann ebenfalls defekt sein, wenn er nicht mehr auf Temperaturänderungen reagiert. Manche Thermostate lassen sich im ungeheizten Zustand bewegen, andere klemmen im Fühler. Wird der Heizkörper nach dem Wiederaufsetzen warm, reicht das als Fund. Notieren Sie, wie es lief, für den Fall, dass es wiederkommt.
Was Sie lassen sollten
Den Ventileinsatz aufschrauben oder das ganze Ventil lösen ist keine Aufgabe für Laien. Das Heizungswasser steht unter Druck, und ein geöffnetes Ventil leert den Strang. Es entsteht Luft im System, und der Druck bricht ein. Wer das im Betrieb versucht, hat schnell einen nassen Boden und eine Heizung, die abschaltet. Es bleibt dem Betrieb vorbehalten.
Auch das Abdrehen anderer Thermostate hilft nicht. Weniger offene Heizkörper führen nicht zu mehr Wasser im klemmenden. Im Gegenteil: Die Pumpe fördert gegen geschlossene Ventile, und die Anlage arbeitet lauter. Lassen Sie die übrigen Räume in normaler Stellung, damit sich der Fehler überhaupt zeigt. Den kalten Raum halten Sie vorläufig mit geschlossener Tür warm.
Hat das Rohr unter dem Heizkörper einen Kugelhahn oder ein Rücklaufventil mit Kappe, bleibt es, wie es ist. Solche Teile sind für die Wartung gedacht. Falsch gestellt, trennen sie den Heizkörper vom Kreis. Wer zusätzlich Gehäuse am Kessel öffnet oder an der Regelung dreht, geht an der Ursache vorbei. Der Fehler liegt im Raum, nicht im Heizraum.
Wenn ein Anruf nötig wird
- Lässt sich der Stift nicht lösen oder bleibt der Heizkörper trotz freigängigem Stift kalt, ist die Fachkraft gefragt. Möglich sind ein verschmutztes Ventil, ein defekter Einsatz oder eine verstopfte Leitung. Wie sich das von einer Verteilungsstörung abgrenzt, zeigt der Beitrag zu ungleich warmen Heizkörpern.
- Am Telefon sagen Sie, welcher Raum betroffen ist, ob der Heizkörper ganz kalt oder nur unten kalt bleibt, ob Wasser am Ventil austritt und wie der Druck am Manometer steht. Wir vermitteln einen Heizungsbetrieb aus der Region, und dieser tauscht Ventil oder Einsatz aus. Die Rechnung kommt vom Betrieb. Die Leistung Heizkörper bleibt kalt passt dazu.
- Ist der Druck zugleich gefallen oder gluckert es im Rohr, kann mehr dahinterstecken als ein Stift. Dann hilft der Beitrag zu gluckernden Heizkörpern. Mit Gasgeruch hat das nichts zu tun. Wer ihn im Haus bemerkt, lüftet, geht hinaus und verständigt im Freien den Gasversorger oder die 112.
Kurz zum Mitnehmen
- Bleibt ein einzelner Heizkörper ganz kalt, während die anderen warm sind, klemmt häufig der Ventilstift.
- Thermostatkopf abnehmen, Stift mit dem Finger leicht drücken und den Kopf danach wieder aufsetzen.
- Kein Werkzeug, kein Öl und kein Öffnen des Ventils, denn das Wasser steht unter Druck.
- Andere Thermostate in normaler Stellung lassen und den kalten Raum durch geschlossene Türen halten.
- Tropft das Ventil oder bleibt der Heizkörper kalt, braucht es die Fachkraft.
